Samstag, Januar 24, 2009

In Loving Memory Of...

Ambra von der Ahornhütte

01.10.1994 - 24.01.2009

Liebe Gemeinde.

Erschüttert nehmen wir heute gemeinsam Abschied von Ambra "Ambratz" von der Ahornhütte. Die Terrier-Hundedame entschlief heute Mittag friedlich in den Armen ihres Frauchens und wird unvergessen bleiben als das beliebteste, höchstwahrscheinlich intelligenteste und am wirkungsvollsten furzende Mitglied meiner Familie.








Nicht so cool wie Ambra: Pluto (den nächsten Cumshot herbeisehnend).

Ihre zahllosen Errungenschaften in ihrer Gesamtheit zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen, daher sollen hier nur einige ausgewählten Beispiele ihres Könnens aufgezählt werden.

  • Das Fangen und stolze Präsentieren einer ebenso überraschten wie protestierenden Taube (die diesen Zwischenfall überlebte), die sie in unserem Garten gefangen hatte.
  • Die Jagd auf domestizierte, aber leichtfertig freilaufende Rebhühner (die diese Zwischenfälle in der Regel nicht überlebten). Das vollständige Ignorieren folgender Disziplinarmaßnahmen und die bitteren Tränen der Rebhuhn-Mutter.
  • Das heimliche Eindringen in ein unvorsichtigerweise offenstehendes Wohnhaus, gefolgt von einem gewaltsamen Übergriff auf den dort lebenden, völlig überrumpelten Schoßhund. Anschließend: Das stolze Präsentieren eines blutigen Büschels Fell.
  • Das Zerfleischen der gesamten Plüschtier-Population unseres Hauses. Dieser "Die Watteausweidung" genannte Genozid erfolgte kurz nach ihrem Einzug und endete nach nur zwei Monaten mit dem qualvollen Tod von Plüschi "Der Powerhase" Koslowski.
  • Ihre langsame, von langer Pfote geplante Okkupation und rücksichtslose Verteidigung sämtlicher Sofas und Betten des Haushalts.
  • Kein anderes Mitglied meiner Familie - mit Ausnahme meiner angeheirateten Großtante Irmtraud "Fettige Pelle" von Beckstein - hatte jemals ein so dichtes Fell und so viele Beine.
Wer nach Lektüre dieser Aufzählung den Eindruck erhält, dass es sich bei Ambra um eine gemeingefährliche Ausgeburt der Hölle handelte, hat nur teilweise recht. Trotz ihres Hangs zur Gewalt und der Völlerei spendete Ambra in verregneten, einsamen Nächten einen liebevollen Blick aus klugen Hundeaugen, einen flauschigen Bauch zum Kraulen und zum Sterben niedliche Pfoten zum Kitzeln. Keine Träne wurde in unserem Haus vergoßen, ohne das Ambra dazukam und tröstend nach dem Gesicht des Weinenden schnappte - vermutlich ihre Art, uns zu sagen "Nicht alles ist schlimm, ich bin doch da und alles wird gut. Glaub mir, hinter dem Horizont warten unzählige Katzen darauf, ausgeweidet zu werden. Füttere mich." Darüberhinaus half sie uns dabei, unzählige Liter Wasser zu sparen, in dem sie pflichtbewusst dreckige Teller und Schüsseln in der Spülmaschine ab- und teilweise sauberleckte. Keiner unserer Gäste hat jemals etwas gemerkt.






Weder so lässig wie mein Hund noch ein sonderlich guter Musiker (There, I said it!): Beethoven.


Ambra vereinte die besten Eigenschaften eines betrunkenen Hooligans und eines künstlerisch begabten Robbenbabies in sich und wird mir sehr, sehr fehlen.

Devastated,
David

4 Comments:

At 6:20 nachm., Januar 24, 2009, Anonymous Pax Dog said...

Mein Beileid.

Mögen im Himmel 77 jungfräuliche Rebhühner auf sie warten.

R.I.P. Ambra.

 
At 6:47 nachm., Januar 24, 2009, Anonymous Beileider said...

Hasse Scheiße am Fuß, hasse Scheiße am Fuß.

 
At 11:20 vorm., Januar 25, 2009, Blogger 0211paxilLangust0r said...

Hm, jetzt wo du's sagst, hätte ich vielleicht auch Ambras gewaltiges Häufchen-Talent erwähnen sollen.

 
At 11:43 nachm., Januar 27, 2009, Anonymous krustyDC said...

Irgendwie habe ich beim Lesen der Hauseindringung erwartet, dass sie dort auf den Teppich gekackt hat. Es ist noch nicht zu spät das einem neuen Hund beizubringen...

Aber Ambra wird immer weiter Leben, in dem kleinen, verkümmerten steinkalten Klumpen, den dir ein Arzt tatsächlich mal als "Herz" attestiert hat.

RIP

 

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