Mittwoch, Dezember 17, 2008

Villian of the Day #60



"Aber, wieso denn, Langu!?", höre ich das geistige Proletariat wieder schreien. "Was hast du denn bitte schön gegen Heidi Klum, dem wohl bestaussehendsten Geschöpf, das jemals einem Paar germanischer Lenden entkroch? Wie keine andere vereint Heidi die Professionalität einer von allen vergötterten Medien-Ikone mit der sympathischen Kumpelhaftigkeit eines Mädchens von nebenan. Außerdem ist sie liebende Ehefrau und bestimmt die tollste Mama der Welt! Und überhaupt, du Menschenfeind: Sie spielt in dem Video doch nur harmlos Guitar Hero und das neckisch in Unterwäsche und dabei wilde Grimassen ziehend! Ich bin ebenso von dem Produkt überzeugt, wie von ihrer Performance erregt: Gleich gehe ich los und kaufe drei völlig überteuerte Bandsets, in der Hoffnung, dass meine Freundin auch spontan Lust bekommt, in aufregender Reizwäsche mit mir meinem Lieblingshobby zu fröhnen."

Nein.

An alle, die so denken (Achtung, es folgt ein Lehrstück in der hohen Kunst der Publikumsbeleidigung!):

1.) Mit dieser Aussage hast du es endgültig bewiesen: Deine Eltern haben bei deiner Entstehung vorsätzlich in das Genpool-Becken der menschlichen Rasse gepisst, du evolutionstechnische Ehrenrunde.
2.) Deine Freundin hätte höchstens dann Spaß an Videospielen mit dir, wenn ich dich vor ihren Augen mit dem Controller-Kabel stranguliere. Und danach unaussprechliche Origen mit ihr und einer vibrierenden Wii-Fernbedienung feiern würde.
3.) Nachdem ich jetzt alle, die du liebst entweder als Evolutionsausbremser oder untreue Perverse identifiziert habe, komme ich zum Thema:

Heidi Klum ist der Inbegriff der Berechnung. Als wäre sie Veronica Ferres 2.0, geht widerlichst mit ihrem Privatleben hausieren und ist von einer telemedialen Allgegenwärtigkeit, die nicht nur penetrant, sondern fast schon penetrierend ist. Wenn man mich fragt: Ich will gar nicht wissen, wie gern sie wie oft mit ihrem Mann Sex in irgendwelchen KLeiderschränken hat und wie gern sie kleine Breispucker aus sich rausfallen lässt. Sämtliche Kandidatinnen (inkl. Rolfe) in der letzten Topmodel-Staffel sahen frischer aus als sie. Ja, ich schließe selbst das proportional benachteiligte Knäblein in diese Gruppe ein.
Und nochwas:
Wenn sie so ein Medienprofi ist, wieso kann sie dann das Produkt, für das sie wirbt, nicht mal richtig bedienen? Mal ganz genau hingucken, wenn sie gegen Ende des Clips die Klapfe in die Kamera hält als wäre es Kind Nummer 239. Man benutzt beide Hände. Bei Guitar Hero und beim Spasti-Strangulieren.