Montag, Juli 21, 2008

Yo soy pussy muy grande 2

Lasst euch eines sagen, meine lieben Freunde: Mein Wochenende war alles andere als entspannt. Denn ich hatte mir zum Beginn der Semesterferien selbst ein Videospiel-Wochenende zur seelischen Erholung verschrieben. Mein Rezept? Ausgerechnet Ninja Gaiden 2. Im Folgenden lege ich dar, warum dies eine denkbar bescheuerte Idee war.

Wer von euch Lesern mich näher kennt (und wer hier liest, ist aller Wahrscheinlichkeit nach mit mir verwandt, schläft mit mir oder heißt David M.), der hatte bestimmt schon so eine Ahnung: Ich bin ohnehin schon kein besonders ausgeglichener Kerl. Die häufigsten Aussagen aus meinem Mund dürften sein:

1.) "Du magst Band XY? Du bist genetisch betrachtet wertlos und dein Musikgeschmack ist gay im Quadrat potentiziert mit dem Faktor "Pinkes Hoden-Toupet". Nur The Smiths und Morrissey machen so etwas wie Musik, du Heide."
2.) "Nur weil DU nicht der Mittelpunkt des Universums bist, bedeutet das nicht, dass ich es NICHT bin, du Heide."
3.) "Ich HAB X gedrückt, du Scheissarschlochwichserhurensohn-Xbox! Du Heide!"

In den letzten zwei Tagen habe ich den letzten Satz und unzählige seiner Variationen selbst für meine Verhältnisse unverhältnismäßig häufig geäußert - Anstelle von "geäußert" könnte man auch sagen, ich hätte "geflucht", "gejammert" oder "gewinselt wie ein Welpe kurz bevor er von einem Dreißig-Tonner überrollt wird".
Dieses verdammte Ninja Gaiden 2 ist so höllend schwer! Ich hatte ja seinerzeit über meine demütigenden Erlebnisse mit dem Vorgänger geschrieben, aber diesmal ist es anders. Diesmal liegt es nur zum Teil daran, dass mir zwei dringend benötigte Finger und Shinobi-like Reflexe abgehen. Ich will auch gar nicht wissen, wie die Leute aussehen, die über diese beneidenswerten Eigenschaften verfügen und in den GameFaqs-Foren behaupten, dass Spiel würde sie auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gepflegt langweilen und alle, die es auf "Warrior" spielen - also Leute wie ich -, wären kleinhodige Litschilutscher. Nein, ich ärgere mich, weil das Spiel keine Herausforderung für ambitioniere Gamer ist, sondern das Machwerk eines gewissen Herrn Itagaki, einem kleinwüchsigen Sadisten, der gerne in Swimming Pools voller gehäuteter Babykatzen badet. Dieser Sadismus geht bei Ninja Gaiden 2 eine unheilige Liason mit dem ein, was wir im Business als "Stümperhafte Arbeit von ungeliebten Söhnen" (oder auch: "Alone in the Dark") bezeichnen.
Hier ein paar Beispiele:

Wieso werde ich immer von den Gegnern angegriffen, die außerhalb des Bildausschnitts auf mich lauern? Seht, wieviel Platz auf der rechten Seite gewesen wäre! Aber nichts da: 40% meiner Spielzeit bohren mir meine Gegner, die nur aus Spitzen Enden und gekrümmten Klingen bestehen und pinke Haut haben, irgendwelche Sachen in die Augen. UND ICH KANN SIE NICHT SEHEN! Also, ich meine vorher. Nachher sowieso nicht mehr. Eine interessante Variante: Statt mir nur den Gegner vorzuenthalten, neigt Ninja Gaiden 2 bisweilen auch dazu, mir ALLES zu verbergen, was keine Wand ist. Nichts hebt die Stimmung so sehr, wie den eigenen Todesschreien zu lauschen, während man auf eine pixelige Ziegelstein-Textur aus dem Jahr 1985 starrt.

Wo soll ich hin? Wem soll ich zuerst ausweichen? Soll ich versuchen zu blocken? Wieso sind es immer gleich 12 Gegner, die sich gleichzeitig auf mich stürzen? Wieso wissen meine Gegner vor mir, wo ich beim Ausweichmanöver landen werde und erwarten mich dort mit Schwertern, Klauen und explosiven Ninja-Sternen? Und wieso wiederholt sich dieses Martyrium jedes Mal, wenn ich einen neuen Raum betrete?



Ach, das Bogenschießen. Einmal die B-Taste drücken und schauen, was passiert. Entweder, ich verfehle ganz knapp oder mein Charakter schießt nicht mal im Ansatz in die Richtung, aus der 240445 blutsaufende Feuerdrachen aus der Hölle auf ihn zustürmen, sondern stattdessen nach links gegen die nächste Wand. Die einzige Alternative wäre, manuell zu zielen. Aber wenn ich sage "einzige Alternative", dann meine ich natürlich "das letzte, was ein Mann mit gesundem Menschenverstand und dreimal geflickten Hodensack" tun würde. Denn: Wer zielt, bewegt sich nicht. Wer sich nicht bewegt, wird zu rosa Sprühnebel und Schaschlik.

Das ist nur ein Teil der Dinge, die bei Ninja Gaiden 2 im Argen liegen. Allerdings nur die, die nicht mit großbusigen Wichsvorlagen aus Itagakis gescheiterter Pubertät zusammenhängen. Mehr kann ich aber im Moment nicht schreiben. Ich muss weiter. Immer weiter. Level 11 wartet.

1 Comments:

At 5:21 nachm., Juli 21, 2008, Blogger 0211paxilLangust0r said...

This message comes from inside the building: Wenn Langu mir nicht immer ins Ohr schreien würde, hätte ich auch nur beim Zuschauer meinen Spaß :D der kleine arme Langu - wird es sicherlich schaffen, weil er sich FESTBEISST - KILLAH !

 

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