Samstag, Mai 10, 2008

Nachtgedanken zum Grillen

Heute bin ich am Rhein gewesen und habe gegrillt. Geiles Wetter, sternenklarer Himmel, saftige Nackensteaks und ein Grill, der sich zwei Stunden lang erfolgreich dagegen gewehrt hat, seinen Dienst zu tun. Erinnert mich an eine Freundin, die ich mal für zweieinhalb Stunden hatte. Und jetzt ratet mal, wer trotz Einladung nicht anwesend war: Holger, der inzwischen wohl 25 Stunden am Tag für ein gewisses Nazi-Hetzblatt schreibt und Alex, der mit ziemlicher Sicherheit gar nicht schreiben kann. Legastheniker-Lusche und der Propaganda-Minister der Jungen Union gelten zur Strafe nun offiziell als lebende Beweise für meine Devolutions-These, die ich im Folgenden illustrieren möchte:













Man beachte, dass Alex, der es trotz expliziter Zusage nicht geschafft hat, zu uns an die Rheinwiesen zu stoßen, es auf diesem Bild ebenso wenig schafft, sich meiner These gemäß richtig herum hinzustellen. Pimmelloser Primat...

Anyway, genug der bösen Worte. Inzwischen sitze ich wieder auf meinem gemütlichen Sofa und dufte ganz delikat nach verbrannten Kohlestückchen, abgelaufener BBQ-Sauce und kühlem, seit zwei Tagen offenstehendem Bier. Und während ich dies hier nun schreibe, nehme mit gehöriger Verwunderung zur Kenntnis, dass der nicht wirklich für seine progressive Programmgestaltung berühmte Lokal-Sender WDR sich inzwischen dazu hat hinreissen lassen, spät abends erotische Schmuddelfilmchen zu zeigen. Ihr wisst schon, zu der Zeit, in der die Rentnerfraktion Sabberfäden produziert und mit Schadenfreude und krankhaftem Sadismus ausgestattete Zeitgenossen sich ganz aufgeregt darauf vorbereiten, bei der Opferparade "Domian" hemmungslos in ihr Taschentuch zu onanieren. Zunächst war ich noch neugierig, zumal ich wie mittlerweise ja üblich darauf hingewiesen wurde, dass der Kurzfilm für Zuschauer unter 18 Jahren nicht geeignet sei. Ich als verantwortungsvoller Mensch habe also meine minderjährigen Lustsklavinnen zurück in die Lustgrotte geschickt und harrte der Dinge, die da kommen würden. Ich hoffte auf Lesbensex (Ohne Anscheißen, Krusty!), kurz vor dem Zerbersten stehende Balonbusen und lustvolles Gestöhne, so laut wie Rainer Calmund in einer Bohnenfabrik. Und was passiert? Gar nichts. Ein angedeuteter Zungenkuss, ein entblöstes Paar Schrumpeltüten und eine weibliche Hauptdarstellerin, die mich an die Arzthelferin meines damaligen Kieferorthopäden erinnert hat - was in etwa so erotisch ist, wie ein forcierter Zungenkuss mit Himmler. Vielen Dank, liebe Programmintendanten.

1 Comments:

At 8:34 vorm., Mai 10, 2008, Anonymous Anonym said...

Fick Dich, Du Homofürst!

 

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