Dienstag, März 25, 2008

Kein Brot für die Welt

Kürzlich habe ich eine unerhörte Dummheit begangen. Eigentlich sogar zwei, denn ich habe allen Ernstes noch einmal die letzten 45 Minuten von King Kong gesehen. Aber darum soll es heute hier nicht gehen. Stattdessen geht es um drei so geschimpfte "Musiker", die mir mit ihrem neusten kreativen Erguss in die Hoden gebissen haben. Gemeint sind natürlich die Drei Tumore von Fettes Brot mit ihrem nervenzerfetzenden Liedgut, dass ich mir in meiner grenzenlosen Naivität in nüchternem Zustand zu Gemüte geführt habe.

Hier ein paar Fakten: Fettes Brot besteht aus drei Mitfünfzigern, die zwar nicht sonderlich talentierte Rapper sind, dafür aber auch keine ausgleichenden menschlichen Qualitäten vorweisen können. Zum einen haben wir da König Boris, wie Wiedergeburt von Fürst von Plautzenberg von Proletaria, einem berüchtigten Hexenverbrenner und Autor des bis heute unbekannt gebliebenen Heldenepos "Wie ich eynmahl mihr empfindelick in dey Eychel schniet". Wer jetzt denkt: "Boris? So heißen doch nur arbeitsunwillige, nach Öl, Schweiß und Eiter riechende KFZ-Mechaniker, die mir auf Parties von den Vorzügen ihres flaumigen Oberlippenbarts vorschwärmen und meiner Modelfreundin in den Ausschnitt gucken", dem antworte ich: "Deine Freundin ist kein Model." Schiffmeister und Dr. Renz sind imDirektvergleich viel interessanter, da sie das genaue Gegenteil von einander darstellen: Dr. Renz sah in den 10 Jahren, die ich sein Mädchengesicht nun in diversen Musikvideos ertragen musste, immer schon aus wie ein Zwölfjähriger, der versucht mit seinem ziemlich widerstehlichen Dackelblick seine Schutzgelderpresser zu beschwichtigen. Oder Freier anzulocken, wer weiss. Schiffmeister dagegen sieht aus wie ein traurig in seiner Sozialwohnung sitzender 70jähriger, dem langsam dämmert, dass selbst sechs weitere Jahrzehnte Drogenmissbrauch die innere Leere nicht ausfüllen könnten. Und so richtig kontrolliert schiffen kann er wohl auch nicht mehr, der ehemalige Schiffmeister. Natürlich hält sich mein Mitleid hinsichtlich des senilen Windelträgers in engen Grenzen, so eng wie eine jungfräuliche Mäusedame.













Natürlich ist dies keine sexuell integre "jungfräuliche Mäusedame", sonst würde dieses rattenscharfe Luder uns wohl kaum Einblick in ihre sexy Reizwäsche gewähren. Wahrscheinlich gibt es gar keine Jungfräulichkeit unter Mäusen. Wahrscheinlich kommen die gleich mit einem Schwanz am Arsch zur Welt, die dauergeilen Viecher.

Kommen wir zur Musik: Lieber würde ich mir mit einem Hammer die Brustwarzen plattschlagen lassen, als jemals wieder einen Song dieser Gruppe erdulden zu müssen. Achtung: Szenewissen ahead! Wie einst Kool Savas in einem Feature auf dem Creutzfeld & Jacob-Track "Fehdehandschuh" äußerte: "Du und Deichkind haben ein gemeinsam - und zwar Scheiße!", möchte ich hiermit verkünden: "Snuff Movies und Musik von Fettes Brot haben eins gemeinsam - und zwar das allgemeinene Unwohlsein bei jedem geistig normal entwickelten Rezipienten dieser Machwerke!" Trotzdem gibt es scheinbar verkommene Subjekte, die sich diesen Soundtrack zum Föten-Weitwurf mit Freuden antun. Aber wieso, frage ich?
Es gibt zwei Sorten von Brot-Tracks: Die abgeschmackten Party-Hymnen und alle anderen Songs, namentlich dieser abgeschmackte Titel namens "Tage wie Dieser", bei dem ich vor lauter anklagender Sozialkritik gar nicht mehr weiss, wen ich zuerst mit dem Schlagbohrer bearbeiten möchte - die holprig performanden Rapper in den Strophen oder den klagend jaulenden Feuermelder im Refrain. Die erstgenannte Kategorie von FB-Liedern werden in der Regel von dem absolut unerträglichen Geschrei des KFZ-Fürsten dominiert, die jeden einzelnen Refrain zum akustischen Äquivalent von Analsex mit einem betrunkenen Elefantenbullen machen. Hier zum besseren Verständnis hier die visuelle Gegenüberstellung des Refrains von "Schwule Mädchen" und "Einmal-kräftig-Durchrüsseln":











Man beachte, wie interessiert der König höchstselbst zum widernatürlichen Akt hinüberblickt. Die Sau, ich kann seine Erregung bis hier hin riechen. Das, oder vor meinem Fenster triffst sich gerade wieder der Club der Fixbesteck-Jongleure e.V.


Hiermit fordere ich: Aufhören, wegsperren, Auftrittsverbot, denn auch die neuste Single mit der prolligen Hookline "Betina, pack die Brüste ein" stellt einen weiteren Schritt in Richtung Apokalypse dar. Besungen wird hier die Oben-Ohne-Moderatorin Betty Ballhaus, die aufgrund dieser musikalischen Anklage ihrer Arbeitskleidung inzwischen ihre Karriere beendet hat. Nicht, dass dies für den menschlichen Genpool oder für uns Intellektuelle, die wir zum Masturbieren keine visuelle Wichshilfe mehr brauchen, einen sonderlichen Verlust bedeuten würde. Aber ich frage, wer ist dienächste? Wie wichst der kleine Mann von der Straße in einer Zukunft, in der die Abstinenzler von Fettes Brot uns gnadenlos den Auto-Fellatio madig machen?

3 Comments:

At 2:29 nachm., März 25, 2008, Anonymous krustyDC said...

Wer Fettes Brot nicht mag, schlägt auch kleine Kinder.

 
At 10:31 vorm., März 26, 2008, Blogger el bembe said...

was ist nur deine unerschöpflicher quell all diesen hasses???

 
At 4:07 nachm., März 26, 2008, Anonymous 0211 said...

er wurde früher, als er in der 5 Klasse der Älteste war, immer von den Kleinen aus dem Kindergarten verprügelt. sowas prägt!

 

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