Dienstag, Dezember 11, 2007

It's Videogame Logic! #2

Dank Paxil, meinem Pusherman für virtuelle Kicks, bin ich seit 3 Tagen im Besitz von Gears of War, einem der erfolgreichsten Spiele des letzten Jahres.

Wie ich es finde, fragt ihr? Lasst es mich so sagen: Wenn ein Maschienengewehr mit aufmontierter Kettensäge nur ein, aber nicht einmal das beste Feature eines Spiels ist, dann hat man als Entwickler irgendetwas sehr, sehr richtig gemacht. Als Paxil und ich es das erste mal zusammen angespielt haben, war es so, als hätten zwei nervös kichernde Achtjährige die Kondome des großen Bruders entdeckt. Man weiss nicht, wohin mit den Fingern, man probiert einfach aus, drückt mal hier, mal da, und wenn's plötzlich knallt, dann hat man mit ziemlicher Sicherheit etwas richtig gemacht. Aber mal ernsthaft, so viel geballte Virilität kann zwei Berufspubertierende schon mächtig beeindrucken: Dicke Wummen, dicke Bizeps, dicke Männer mit mächtig dicken Hoden. Ich bin sprachlos, überwältigt und mehr als nur ein kleines bisschen sexuell verwirrt. Und um diese überlebensgroßen Mannsbilder herum nichts als Trümmer, blutrünstige Aliens und zigtausende Dumdidum-Geschosse, die um sie herum einschlagen. Und nicht zuletzt: Ein unfassbar lässiger Protagonist, dessen frappierende Ähnlichkeit mit einem der größten Charakterdarsteller unserer Zeit in bereits an anderer Stelle aufgezeigt habe.

Was stimmt denn nun nicht mit dem Spiel, fragt ihr verblüfft. Schauen wir auf das Bild links. Was sehen wir? Die eben angesprochenen, bis zum Zerbersten geschwollenen Oberarme und Hodensäcke bis zum Boden. (Das sind keine gewöhnlichen Stiefel, mind you...) Dazu die personifizierte, pure Bad-Assness der vier Hauptcharaktere. Metrosexuelle Weicheier und Spülmaschienenbenutzer gibt es anderswo, vorzugsweise im Umfeld dieses Blogs, aber Gott weiss nicht auf diesem Bild. Und jetzt kommts. Diese kernigen Kerle tragen zentimeterdicke Rüstungen, um in der lebensfeindlichen, endzeitlichen Umgebung für alle Fälle gerüstet zu sein. ABER SIE SIND SO ÜBER-TOUGH, DASS SIE HELME HÖCHSTENS ZUM REINSCHEISSEN VERWENDEN!
Was da alles passieren könnte! Querschläger, Splittergranaten, Säure kackende Möwen...

Ich kann mir jetzt schon eure Gesichter vorstellen, die käsigen, frappierend an Pizzen gemahnende. "Das war`s? Das ist der ominöse Kritikpunkt, auf den er in gefühlten zwanzig Absätzen und mit unnötig verschachtelten Sätzen hingearbeitet hat, der Langu? Darüber macht euer Merkwürden sich ernsthaft Gedanken? Hat er zu viel Zeit? Will er diese Zeit nicht lieber dazu nutzen, mir einen genetisch perfekt ausgestatteten Sohn zu schenken?" Nein, die Saat meiner Lenden bleibt schön in meinem goldgelockten Klingelbeutel - Pech gehabt, Bene.* Und ja, das ist bis jetzt tatsächlich die einzige nennenswerte Ungereihmtheit, der ich in diesem Spiel bisher begegnet bin.

* Ich möchte anmerken, dass meine Freundin beim Korrekturlesen vorgeschlagen hat, Benes Passion für meinen chips- und dosenbiergestählten Körper für einen Schenkelklopfer zu verwursten.

3 Comments:

At 9:00 nachm., Dezember 12, 2007, Anonymous Paxpush0r said...

Ja, und Langu und ich würden für das Spiel unsere Freundinnen eintauschen. Eigentlich haben wir das auch schon gemacht. Ich hoffe meiner Kleinen geht es in Usbekistan gut. Aber nun zurück in den Kampf.

 
At 10:39 vorm., Dezember 13, 2007, Anonymous 0211 said...

ich hätte ja ehrlich gesagt vor den kackenden Möwen so richtig 'Schiss', wenn das ins Auge geht, dann ist's vorbei mit Superheld sein

 
At 8:27 nachm., Dezember 25, 2007, Anonymous benene said...

Liebe Weihnachstgrüße meine Lieblingsblogger!

 

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