Mittwoch, November 07, 2007

Ich, der Mythbuster

Obwohl die Wissenschaft heutzutage alles daran setzt, auch die letzten Mythen und Legenden in unserem Leben zu entkräften, halten sich einige dieser Unwahrheiten besonders hartnäckig. Es sind allgemein immer wieder aufs Neue aktualisierte Märchen und Fabeln, die - obwohl schon auf den ersten Blick eigentlich lachhaft offensichtlich unwahr - immer weiter von Generation zu Generation tradiert werden und so die Geister der Unbedarften trüben. Als selbsternannter Vordenker der Hellwachen Jugend (HJ) werde ich hier nun einige dieser Lügen, Lügen, Lügen schonungslos offenlegen.

Lost in Translation ist kein guter Film und erst recht kein wertvoller Beitrag zur Verständigung zwischen zwei Kulturen. Es ist ein strunzlangweiliger Film, in dem Scarlett Johannson gefühlte fünf Stunden in Schlüpfer und T-Shirt gewandet aus dem Hotelzimmer schmachtet und ansonsten bemüht niedlich mit den Augen klimpert. Bill Murray dagegen klimpert höchstens mit seinen Sackhaaren und guckt, als hätte er eine Familienpackung Valium intus. (In Jarmuschs "Broken Flowers" macht er übrigens exakt das gleiche. Meine Theorie daher: Bill "Als ich relevant war, hieß ich Vankman" Murray ist untalentiert und kein sonderlich vielseitiger Schauspieler. Oder aber, er ist längst tot und niemand entsorgt seine von Falten übersähte Leiche vom Filmset. Seit Jahren liegt diese nun starr in Studiohalle B12 rum und wird hin und wieder als Hauptdarsteller für grottenlangweilige Programmkinofilme zweckentfremdet.
) Zum Thema Interkulturalität: Auch wenn Sophia Coppola es uns gerne weißmachen würde: Japaner sind mit ziemlicher Sicherheit nicht samt und sonders dauerplappernde Bücklinge oder kreischende Dominas. Herr Exotismus, Frau Copploa, ich muss sie bitten, das Abteil zu verlassen. Sie steigen bitte an der nächsten Station aus, die Fahrgäste haben sich über den Mief beschwert. Mal ganz sachlich, es ist doch in Wirklichkeit so, wie ich es verkünde: Sophia Coppola hat ein Gesicht, dass selbst Bild Murray's Zementgesicht eine Reaktion des Ekels abverlangen würde und ist ihres Vaters Tochter. Mehr nicht. Außerdem assoziiert man sie in Kennerkreisen allerhöchstens mit ihrer Minirolle in Der Pate 3, dem unnötigsten Kropf der Filmgeschichte. Selbst Turtles 3 wäre ein sinnvollerer Abschluss der Pate-Reihe gewesen. Das hat zwar alles nichts mit der Problematik der angeblichen Interkulturalität in Lost in Translation zu tun, aber mit den Turtles, in gewisser Linie mit den ersten beiden Paten-Teilen und mit meiner seit Jahren gepflegten Abneigung gegen weibliche Regisseure. Und das allein zählt.